Nachts im Archiv

prometheus ist auch nachts aktiv. Denn in der Zeit, in der die Anwendung von Ihnen nicht mehr ganz so stark genutzt wird, starten unsere vielen kleinen Helferlein ihre Arbeit und verrichten ihre Jobs im Bildarchiv wieder und wieder. Über sogenannte Cronjobs werden Skripte angestoßen, die verschiedene Tätigkeiten ausführen. Tätigkeiten, wie Logfiles auswerten, Speicherplatz wieder freigeben (z.B. den Cache leeren) oder auch E-Mails verschicken, die eine Zusammenfassung über die Serveraktivitäten und -zustände des letzten Tages geben. Einmal definiert werden diese Cronjobs dann zu den angegebenen Zeiten, eben nachts, vom System automatisch durchgeführt.
Außerdem sind auf unseren Servern verschiedene Monitoring-Tools (Icinga, Ganglia) eingebunden, die unsere Server nicht nur nachts, sondern permanent überwachen und uns informieren, sobald sich der “Normalzustand” des Servers ändert. Dann können wir, wenn es beispielsweise zu einer überhöhten Serverlast kommt, schneller auf einen Notfall reagieren.

Kollaboratives Arbeiten in Seminaren

Aus aktuellem Anlass und aufgrund von Anfragen zur Organisation von Seminarprojekten in prometheus wollen wir heute einige der Möglichkeiten aufzeigen, wie sich das gemeinschaftliche Arbeiten im Bildarchiv organisieren lässt. Mit einem persönlichen Account können Sie ja zunächst eigene Bildsammlungen, eigene Präsentationen und eine eigene Datenbank anlegen. Ihre Bildsammlungen und Präsentationen können Sie aber auch zum Betrachten oder zur Mitarbeit für andere Personen frei geben, etwa zur Organisation von Referaten in Seminaren oder für Recherche- oder Ausstellungsprojekte. Geben Sie beispielsweise Ihre Bildsammlung öffentlich frei, ist sie zugänglich für alle, die den Zugang zu prometheus haben. Dürfen alle Ihre Bildsammlung sehen, geben Sie sie zum Lesen frei. Wenn sie auch Bilder hinzufügen oder löschen dürfen, geben Sie sie auch zum Schreiben frei. Sie können aber auch die Freigabe für von Ihnen bestimmte Personen erteilen und auch hier entweder Mitarbeiter/-innen wählen, die Ihre Bildsammlung bearbeiten können oder Betrachter/-innen eingeben, die Ihre Bildsammlung ansehen können. Da Sie dazu den Nutzernamen benötigen, müssen auch diese von Ihnen gewählte Personen einen persönlichen Zugang bei prometheus haben. Bei den Präsentationen stehen Ihnen diese Funktionen für Ihre gemeinsame Arbeit ebenfalls zur Verfügung.
Darüber hinaus können Sie auch eigene Fotos ergänzen. Hierzu können Sie Ihre eigene Datenbank nutzen, in die Sie Ihre gewünschten Fotos unter Angabe von wenigen notwendigen Informationen hochladen. Einige technische Daten sind direkt in der Bilddatei gespeichert, wie Dateigröße, Dateiformat, die Bildgröße in Pixeln und Georeferenzen. Sie werden beim Hochladen ausgelesen und Ihnen unter dem jeweiligen Thumbnail angezeigt. Weitere Metadaten wie Datierung, Gattung oder Material können Sie später ergänzen oder auch genauer bestimmen, wie die Georeferenzen beispielsweise über die OpenStreetMap. Für Ihre eigenen Bildsammlungen oder Präsentationen stehen Ihnen diese Bilder direkt zur Verfügung. Nach redaktioneller Sichtung im Sinne der Qualitätssicherung seitens der prometheus-Geschäftsstelle können Sie die Bilder auch über freigegebene oder öffentliche Bildsammlungen anderen in prometheus zugänglich machen.

parsen, indexieren, finden

Damit Sie in den Datenbanken in prometheus überhaupt recherchieren können, müssen wir die Daten zunächst so aufbereiten, dass sie indexiert werden können und für die Suche zur Verfügung stehen. Die Datenbanken liefern uns zumeist XML-Files, die wir mithilfe der Open Source Software Nokogiri parsen, das heißt: die Dokumente werden quasi “gescannt” und in von uns definierte kleinere Einheiten, in Felder zerlegt. Um die einzelnen Felder der Datenbanken – Künstler, Titel, Standort etc. – zu adressieren, verwenden wir die standardisierte Abfragesprache XML Path Language, kurz XPath. Auf diese Weise bereiten wir die einzelnen Felder zur Erschließung der darin enthaltenen Inhalte zur Indexierung vor. Das Ganze geschieht mit Nokogiri und XPath in einem Prozess und vollständig automatisiert.

#DHd2018

Eine Woche im Zeichen der Digital Humanities endet heute in Köln. Es war bisher eine auf vielen Ebenen, an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Formaten äußerst inspirierende Woche. Erste Eindrücke der Ereignisse dieser Tage vermittelt „The Social Wall“, mit viel Gezwitscher unter dem Hashtag #dhd2018, einigen Instagram-Bildern und dem Livestream der Eröffnungskeynote bei Facebook. Dort wird gleich um 14 Uhr noch die Abschluss-Keynote von C.M. Sperberg-McQueen mitzuerleben sein, wie auch hier. Zum (Nach-)Lesen steht das Book of Abstracts bereit. Zum (Nach-)Sehen gibt es viele der präsentierten Poster, beispielsweise „Dramenquartett – Eine didaktische Intervention“ – by Frank Fischer, Christopher Kittel, Carsten Milling, Anika Schultz, Peer Trilcke, Jana Wolf -, ausgezeichnet mit dem 1. Platz beim Poster Slam. Übrigens nicht die einzige Auszeichnung, die verliehen wurde. Da gab es ja auch noch den Fight Club, wo zwei Wissenschaftler und zwei Wissenschaftlerinnen mit steilen Thesen zum Tagungsthema um die Gunst des Publikums gerungen haben. Gewonnen haben…
zwei! :)

Institutswechsel mit Ihren Inhalten

In der Zeit zwischen den Semestern steht bei einigen von Ihnen eventuell eine Änderung an. Bei prometheus können Sie bei einem Universitäts- und Institutswechsel oder bei dem Wechsel zu einer Einzellizenz weiterhin auf Ihre Inhalte und Favoriten zugreifen. Die Einstellungsänderung können Sie schnell selbst vornehmen. Die meisten von Ihnen haben ja einen persönlichen Zugang bei prometheus. Damit können Sie Bildsammlungen und Präsentationen erstellen, Bilder bewerten, kommentieren, Favoriten bestimmen, eigene Bilder in die eigene Bilddatenbank hochladen und Ihr Profil ergänzen sowie aktualisieren. Zur Aktualisierung Ihrer Institution klicken Sie oben rechts auf Ihren Namen. Ihr Profil öffnet sich und Sie sehen unter Details ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, … und den Punkt „Lizenz“: „Eine neue Lizenz erwerben oder Ihre Institution wechseln…“. In der Liste der Lizenznehmer sehen Sie, ob Ihre (neue) Institution dazugehört. Wenn ja, wählen Sie diese aus und Sie gehören der neuen Institution an. Fertig!
Sollte Ihr persönlicher Zugang schon abgelaufen sein, kann er vielleicht noch mit allen persönlichen Einstellungen reaktiviert werden. Fragen Sie bitte nach, bevor Sie sich einen neuen Account anlegen und Ihre Arbeit im Bildarchiv wiederholen müssen. Wir helfen gerne. Wenn der persönliche Zugang allerdings gelöscht ist, dann ist er unwiderruflich gelöscht.

Wann sind Bilder bei uns verwandt?

Bei allen Bildern in prometheus sehen Sie unter der Anzeige den Menüpunkt „Verwandte Bilder“. Wenn Sie auf den Pfeil klicken, werden Ihnen direkt, nach Relevanz sortiert, bis zu fünf weitere Bilder angezeigt. Diese Bilder sind dem eigentlichen Bild ähnlich, aber nicht unbedingt im Aussehen. Sie haben aber auf jeden Fall ähnliche Metadaten. Die Kriterien für die Relevanz der Metadaten sind innerhalb der Suchmaschine festgelegt. Nah verwandt sind Bilder mit ähnlichem Titel und Titel Varianten, mit ähnlichen Schlagwörtern und Schlagwörtern bei ARTigo, mit Übereinstimmungen in Beschreibung, Material, Technik und Epoche. Damit sollen hier möglichst diejenigen Treffer erscheinen, die für Sie eine große Relevanz haben. Haben die dort gezeigten Bilder für Sie die Relevanz, die Sie sich wünschen? Oder welche Metadaten bestimmen für Sie die Ähnlichkeit eines Bildes? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen zur Verwandtschaft von Bildern.

Stand beim Projekt DigiROM

Von Februar bis Oktober 2017 wurde das Projekt DigiROM vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel war die Vorbereitung und Konzeption der digitalen Erschließung von Postkarten und Grafiken in den Bildbeständen des Rom e.V. aus seinem Archiv- und Dokumentationszentrum RomBuk. Dieses Vorhaben lief nach Plan. Das Bildmaterial wurde gesichtet, eingeteilt, kontextuell einander zugeordnet und testweise in die Metadatenstruktur von prometheus integriert. Darüber hinaus wurden Bilderkennung-Algorithmen der Computer Vision Gruppe Heidelberg eingesetzt, um das Material zu sondieren und Nutzungsmöglichkeiten in einer größeren Digitalisierungsmaßnahme aufzubauen. Damit ist alles vorbereitet für die zweite und eigentliche Phase der Digitalisierung.

DigiROM - Fazit und Ausblick

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von Februar bis Oktober 2017 geförderten Projekts DigiROM war die Vorbereitung und Konzeption zur digitalen Erschließung der Bildbestände des Rom e.V..

In seinem Archiv- und Dokumentationszentrum RomBuk hat der Verein eine in
ihrem Zusammenspiel von Selbst- und Fremdrepräsentation einzigartige
Sammlung zusammengetragen, von denen besonders 2360 historische Postkarten
und 1225 Grafiken einen tiefen Einblick in die bildliche Konstruktion von
‘Zigeunern’ bieten. Diese Sammlungen sollen in ihrer Motivik und
Ikonographie erschlossen werden und als bedeutendes Zwischenglied zwischen
frühneuzeitlichen Repräsentationen und gegenwärtigen Vorstellungen Forschung
und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Insbesondere die Postkarten
zeigen eine zwar aus Vorläufern entwickelte, aber sehr ausdifferenzierte und
massenhaft verbreitete Bildsprache, in der insbesondere auf primitive und
ärmliche Lebensumstände abgehoben wird. Allerdings ist dieser herablassende
Blick auf ‘Zigeuner’ nicht spezifisch, sondern andere Mittel- und
Osteuropäische Gruppen (Polen, Rumänen) konnten gelegentlich ähnlich
distinguierend abgebildet werden.

Das Archiv des Rom e.V. ist eine relativ junge und wachsende Institution.
Der hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Wert der Bestände steht
einer kleinen Ausstattung von Teilzeitkräften und wechselnden ehrenamtlichen
Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Qualifikation gegenüber. Entsprechend
war die Ordnungssystematik und Dokumentation in Teilen vom Projekt erst zu
rekonstruieren und aufzuarbeiten. Gleichzeitig ermöglichte diese Struktur
ein unkompliziertes Arbeiten und kurze Wege.

Das Vorhaben konnte nach Plan ablaufen und bestand in erster Linie aus der
Sichtung, Einteilung und kontextuellen Zuordnung der Bilder und der
testweisen Integration in die Metadatenstruktur von Prometheus. Während die
Expertise zu ‘Zigeunerbildern’ im Projekt und durch die Bibliothek des Rom
e.V. vorhanden war, musste besonders zu den Bildmedien (Illustrierte,
Postkarten) recherchiert werden.

Auf technischer Ebene wurden Bilderkennungsalgorithmen der Computer Vision
Gruppe Heidelberg genutzt, um das Material zu sondieren und Möglichkeiten
der Nutzung in einer größeren Digitalisierungsmaßnahme aufzubauen. In diesem
Zusammenhang entstand auch der Kontakt zu dem BMBF-Konzeptionsprojekt an der
FAU-Erlangen zur Digitalisierung der dortigen archäologischen
Münzsammlungen. Über organisatorische und konzeptionelle Fragen vernetzte
sich das Projekt außerdem mit dem Freiburger BMBF-Konzeptionsprojekt
Vöge-Digital, in dem der Nachlass des Gründers des kunsthistorischen
Instituts digitalsiert wird.

Die beteiligten Projektpartner warten gespannt auf die Möglichkeit die
zweite und eigentliche Phase der Digitalisierung einzuleiten.

Suchanfragen in 2017

In einem Rückblick auf das vergangene Jahr vergleichen wir heute wieder kurz die prometheus-Suchanfragen mit Suchranglisten bei Google und der Europeana. Dabei beschränken wir uns jeweils auf die dort gesuchten Künstlerinnen und Künstler.
Im Blog der Europeana haben wir dazu unter den Top 20 Suchanfragen die folgenden Künstler gefunden:

1. Marc Chagall (s. 6)
2. Picasso (s. 8)
3. Vincent Van Gogh (s. 9)
4. Rembrandt van Rijn (s. 17) und
5. Monet (s. 20).

Eine ganz andere Reihenfolge hatten wir 2017 bei prometheus:

1. otto dix
2. magritte
3. caspar david friedrich
4. caravaggio
5. cindy sherman
6. tizian
7. paul klee
8. picasso
9. frida kahlo
10. monet
11. max ernst
12. max beckmann
13. rembrandt
14. goya
15. gerhard richter

Die Nummer 1 und 3 bei Europeana tauchen bei prometheus nicht unter den Top 15 auf. Und wie sieht’s bei Google aus? Angeschaut haben wir uns die Ergebnisübersicht eines Suchwort-Rankings, das Google exklusiv für Monopol. Hier sind die Top 10 berühmter Künstler und Künstlerinnen, sortiert nach den häufigsten Suchanfragen aus Deutschland:

1. Leonardo da Vinci
2. Pablo Picasso
3. Vincent van Gogh
4. Salvador Dali
5. Claude Monet
6. Frida Kahlo
7. Albrecht Dürer
8. Hundertwasser
9. Banksy
10. Gustav Klimt

Auch hier sind Nummer 1 und 3 bei prometheus nicht unter den Top 15, ebenso wenig wie Dalí an 4 und Dürer, Hundertwasser, Banksy und Klimt ab Position 7.
Aktuelle Ereignisse wie die Versteigerung des „Salvator Mundi“ oder kontroverse Diskussionen von Kunstwerken lebender Künstler und Künstlerinnen hatten offensichtlich wenig Einfluss auf Ihr Suchverhalten bei prometheus.

Neue Bilddatenbank aus Frankfurt

ConedaKOR ist ein webbasiertes, quelloffenes Datenbanksystem mit einer graphbasierten Architektur. Es dient der Verwaltung und Präsentation akademischer Objektsammlungen aus den bildbasierten Kultur- und Geisteswissenschaften.
Und wir freuen uns, dass seit gestern ConedaKOR Frankfurt mit mehr als 90.000 Bildern zur Kunstgeschichte in prometheus integriert ist. Damit steht Ihnen eine weitere objektorientierte Bilddatenbank für Ihre Suchanfragen zur Verfügung und wenn zusätzliche Ansichten eines Objekts vorliegen, sehen Sie in der Listenansicht der Suchergebnisse direkt am Datensatz den Link zu allen Ansichten dieses Objekts. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Recherchen und viel Spaß beim Entdecken der neuen Bilddatenbank.