Bildserie 48 / 2025: Meißener Porzellan
Luxusgut zu DDR-Zeiten
Trotz des Widerspruchs von sozialistischer Ideologie und feudalem Luxusgut bestand die traditionsreiche Meißener Porzellanmanufaktur in der DDR fort und entwickelte sich weiter. Einerseits wurde die traditionell geprägte Produktion für den westlichen Absatzmarkt fortgeführt und andererseits gab es staatliche Initiativen, die darauf zielten, neue künstlerische Formsprachen zu etablieren, um den sozialistischen Zeitgeist widerzuspiegeln. Unter dem Motto „aus guter Tradition zu neuem Schaffen“ wurde ein Künstlerkollektiv ins Leben gerufen, das zeitgemäße Formen und Bemalungen entwickeln sollte.
Rund 450 Exponate veranschaulichen den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und die diplomatische Bedeutung des Meißener Porzellans für den sozialistischen Staat.
„Die blauen Schwerter – Meißen in der DDR“
20. September 2025 bis 22. Februar 2026, Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Japanisches Palais
Grosser, Struck, Zepner, Werner. Kaffeekanne des “Kollektivservice” mit Dekor “Wickenmuster”, Ausschnitt, 1962, Porzellan, H: 27,3 cm; DadaWeb, Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut
Heinz Werner. Dekor “Tausendundeine Nacht” auf Kanne des “Kollektivservice” von Großer, Struck, Zepner, nach 1967, Porzellan, H: 27,7 cm; DadaWeb, Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut
Meissener Porzellan Manufaktur. Dessertbord, veelkleurig beschilderd met een voorstelling uit de vertellingen van Duizend-en-één-nacht, 1973, porcelain, h 3,2 cm × d 28,2 cm, Amsterdam; Rijksmuseum Collection, Amsterdam
Heinz Werner. Dekor “Münchhausen” auf Teilen des “Kollektivservice” von Großer, Struck und Zepner, nach 1970, Porzellan, H: 27,2 cm; DadaWeb, Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut
Meissener Teller mit DDR-Staatsemblem, 1955, Porzellan; Upload-Datenbank, prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre
Zepner, Ludwig | VEB Porzellanmanufaktur Meißen. Blumenornamente aus dem “Palast der Republik”, Ausschnitt, 1976, Porzellan, 140 × 150 cm; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut








