Bildserie 22 / 2026: Fundort Köln-Deutz
Niedergermanischer Limes
Am nordwestlichen Rand des Römischen Reiches bildete der Rhein von der Nordseeküste bei Katwijk aan Zee in den Niederlanden bis zur Einmündung des Vinxtbachs bei Bad Hönningen-Rheinbrohl in Deutschland eine „nasse“ Außengrenze. Dieser ca. 400 km lange Grenzabschnitt ist Roms früheste lineare Grenze und wird Niedergermanischer Limes genannt. Einer von 44 Fundorten ist das Kastell Divitia in Köln-Deutz. Es wurde Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. unter Kaiser Konstantin I. dem Großen als vorgeschobener römischer Militärstützpunkt auf dem rechten Rheinufer errichtet. Über eine steinerne Brücke war es direkt mit der römischen Stadt Köln verbunden.
In der Nähe des Fundortes wurde Anfang des Jahres ein neues Welterbe-Informationszentrum zum Niedergermanischen Limes eröffnet, das jetzt auf der Landesgartenschau in Neuss besucht werden kann.
„Welterbe-Informationszentrum zum Niedergermanischen Limes“
16. April bis 11. Oktober 2026, Landesgartenschau in Neuss
Rekonstruktionszeichnung, Stadtanlage; antiker Name Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Vordergrund rechts: Kastell Divitia, …, 3. / 4. Jh. n. Chr., Köln; GAUDI, Georg-August-Universität Göttingen, Archäologisches Institut
Köln: Kastell in Deutz, Rekonstruktion; Diasammlung, Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar
Köln-Deutz, Kastell auf Veranlassung von Kaiser Konstantin erbaut, Rekonstruktion [Gesamtansicht], 307 bis 337; DadaWeb, Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut
Brückenkopfkastell von Köln-Deutz (Divitia), errichtet unter Konstantin, Gesamtplan, Köln; RUDI, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte
Köln: Kastell Deutz, Modell des Osttors, Außenseite; Diasammlung, Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar







