Bildserie 30 / 2026: Adolf Erbslöh
Fantasie als strukturgebende Kraft
Er war ein einflussreicher, prägender, bedeutender, aber oft übersehener Maler der Moderne. Der deutsche Künstler Adolf Erbslöh prägte mit seinen Werken und seiner engen Vernetzung innerhalb der Münchner Kunstszene das künstlerische Klima um 1910 entscheidend mit und formulierte 1929 mit seinem Essay „Phantasie und Form“ eine eigene Kunsttheorie, die Fantasie nicht als Gegensatz zur Ordnung, sondern als deren Ursprung versteht. In seinen Landschaften, Stadtansichten und Stillleben wird die Fantasie zu einer strukturgebenden Kraft: leuchtende Farben, klare Linien und gestaffelte Flächen sind Mittel eines denkenden Sehens.
Rund 40 Gemälde von Adolf Erbslöh laden in der Ausstellung dazu ein, seine unverwechselbare Bildsprache, seine eigenständige Bildwelt neu zu entdecken.
„Fantasie & Form. Adolf Erbslöhs Weg in die Moderne“
26. April bis 27. September 2026, Franz Marc Museum, Kochel am See
Adolf Erbslöh. Tennisplatz, Ausschnitt, 1910, Öl auf Leinwand, 54 × 66,5 cm, Iowa City; ConedaKOR, Universität des Saarlandes, Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft
Adolf Erbslöh. Kapelle, Ausschnitt, 1911, Öl, Pappe, 62 × 55 cm; ConedaKOR, Universität des Saarlandes, Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft
Adolf Erbslöh. Gebirge, Ausschnitt, 1911, Öl, Pappe, 69,5 × 99,5 cm, Karlsruhe; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut
Adolf Erbslöh. Steilküste bei Ragusa, Ausschnitt, 1911, Pappe, 47 × 36,5 cm; ConedaKOR Frankfurt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunstgeschichtliches Institut
Adolf Erbslöh. Desenberg, Ausschnitt, 1915, Öl auf Leinwand; Diathek online, Technische Universität Dresden, Institut für Kunstgeschichte, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Adolf Erbslöh. Häuser und Bäume, Ausschnitt, 1920, Öl auf Leinwand, 39,5 × 48,3 cm; Bildarchiv des Kompetenzzentrums für Kulturerbe, Universität Paderborn, Kompetenzzentrum für Kulturerbe







