Bildserie 33 / 2026: Röntgentechnik in der Kunst
Unsichtbares wird sichtbar
Am 8. November 1895 nimmt Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Würzburger Labor die X-Strahlen, ein bis dahin unbekanntes Phänomen, erstmals bewusst wahr. Diese bahnbrechende Entdeckung fasziniert seit der Zeit bis heute Wissenschaftler*innen und Künstler*innen. So offenbaren die Strahlen bei der Röntgenanalyse von Kunstwerken die tiefsten Schichten von Gemälden, zeigen ursprüngliche Skizzen, übermalte Fassungen oder gänzlich andere Sujets. Oder es werden filigrane Strukturen sichtbar, die sonst dem Blick verborgen bleiben.
Mit Kunstwerken, Fundstücken und Installationen von 79 Kunstschaffenden aus 27 Ländern widmet sich die Ausstellung auf 6.000 Quadratmetern umfassend dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den kulturellen sowie künstlerischen Perspektiven des Röntgenblicks.
„X-RAY. Die Macht des Röntgenblicks“
9. November 2025 bis 6. September 2026, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Sigmar Polke. X-Ray of Goya’s “The Old Women”, Ausschnitt; Digitale Diathek, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Kunstgeschichte
Queen Elisabeth I, X-ray mosaic clearly showing that the panel has been reused and that a portrait of a woman lies beneath the image of Elizabeth, Ausschnitt; ConedaKOR Frankfurt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunstgeschichtliches Institut
Wilhelm Konrad Röntgen. Die beringte Hand Bertha Röntgens; fotografiert mit Röntgenstrahlen, Ausschnitt, 1895; DILPS Bilddatenbank UdK, Universität der Künste Berlin
Helmut Newton. X-Ray, French Vogue, Paris, Ausschnitt, 1994; Imago, Humboldt-Universität Berlin, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Meret Oppenheim. Röntgenaufnahme des Schädels, Ausschnitt, 1964, Papier, 25,5 × 20,5 cm, Bern; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut
Isa Genzken. X-Ray, 2/3, Ausschnitt, 1991, je 100 × 80 cm; Mediathek, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Kunstgeschichte







