Bildserie 40 / 2026: Maria Magdalena
Vielschichtige Kultfigur
Seit Jahrhunderten hat Maria Magdalena Künstlerinnen und Künstler zu immer neuen Darstellungen angeregt. Als zentrale Zeugin der Kreuzigung und der Auferstehung wurde sie zunächst verehrt, bevor sie durch die Verschmelzung mit anderen biblischen Frauenfiguren zunehmend als reuige Sünderin und Büßerin dargestellt wurde. Zeitgenössische Kunstwerke rücken Maria Magdalena als selbstbewusste und selbstbestimmte Frau in den Mittelpunkt und deutet sie als Figur, die traditionelle Grenzen hinterfragt und neu interpretiert.
Insgesamt über 100 Gemälde, Skulpturen und Grafiken vom Mittelalter bis in die Gegenwart sind in der Ausstellung vereint. Sie bieten einen umfassenden Blick auf die künstlerische und emotionale Bandbreite der Darstellungen Maria Magdalenas.
„Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“
17. September 2026 bis 17. Januar 2027, Städel Museum, Frankfurt am Main
Digitorial
Giovanni Gerolamo Savoldo. Maria Magdalena, Ausschnitt, um 1528/1530, Öl auf Leinwand, 79 × 84 cm, London; Digitale Diathek, Institut für Kunstgeschichte, Justus-Liebig-Universität Gießen
Jan van Scorel. Maria Magdalena, Ausschnitt, ca. 1530, Öl auf Holz, 66,3 × 76 cm, Amsterdam; HeidICON – Ostasienwissenschaften, Universitätsbibliothek, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
El Greco. Büßende Maria Magdalena, Ausschnitt, ca. 1580 bis 1583, Öl auf Leinwand, 108 × 101,3 cm, Worcester; ConedaKOR Frankfurt, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Giovanni Lanfranco. Maria Magdalena wird von Engeln gen Himmel getragen, Ausschnitt, um 1616, Öl auf Leinwand, 77,5 × 108,5 cm, Neapel; Digitale Diathek, Institut für Kunstgeschichte, Justus-Liebig-Universität Gießen
Georges de la Tour. Magdalena im Spiegel (Madeleine Fabius), Ausschnitt, um 1635-40, Öl auf Leinwand, Washington; Diathek online, Institut für Kunstgeschichte, Technische Universität Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Elisabetta Sirani. Maria Magdalena, die Büßerin, Ausschnitt, 1663, Öl auf Leinwand, 113,5 × 94 cm, Besançon; ArteMIS, Kunsthistorisches Institut, Ludwig-Maximilians-Universität München







