Bildserie 02 / 2026: Alice Bailly
Unverwechselbare Bildsprache
Im frühen 20. Jahrhundert, ab 1906, entwickelte die Schweizer Malerin Alice Bailly eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Abstraktion und gegenständlicher Darstellung, beeinflusst von Fauvismus, Kubismus und Futurismus. In ihren farbintensiven Wollbildern, den „tableaux-laine“, setzt sie Fäden statt Pinselstriche ein, verbindet Bewegung, Licht und Textilkunst und verweist auf die damals kaum beachtete Verbindung von Kunst und Handwerk.
Ölgemälde, Arbeiten auf Papier und ihre „tableaux-laine“ aus dem Schaffen von Alice Bailly eröffnen in der Werkschau einen neuen Blick auf das Werk einer Künstlerin, die früh den Anspruch erhob, als Frau gleichberechtigt Teil der Moderne zu sein.
„Alice Bailly“
31. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026, Kunsthaus Zürich
Alice Bailly. Reiterphantasie der Dame in Rosa, Ausschnitt, 1913, 86 × 97 cm, Bern; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut
Alice Bailly. Teestunde, Ausschnitt, 1914, Öl auf Leinwand, 49 × 65 cm, Aarau; ConedaKOR Frankfurt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunstgeschichtliches Institut
Alice Bailly. Patinage au Bois de Boulogne, Ausschnitt, 1914 ca, huile sur toile, 71 × 88 cm; Iconothèque, Université de Genève, Bibliothèque d’art et d’archéologie
Alice Bailly. Rade de Genève ou Vol des mouettes, Ausschnitt, 1915 ca, huile sur papier marouflé sur toile, 60 × 80 cm, Lausanne; Iconothèque, Université de Genève, Bibliothèque d’art et d’archéologie
Alice Bailly. Selbstporträt, Ausschnitt, 1917, Öl auf Leinwand, 81,28 × 59,69 cm, Washington; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut
Alice Bailly. Les rythmiciennes, Ausschnitt, 1918–1919, Wolle, Seide, aufgeklebtes Papier und Tinte auf Leinwand, 82 × 66,5 cm, Lausanne; Upload-Datenbank, prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre








