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Abbildungen von Glasmalereien

Als Teil des internationalen Corpus Vitrearum erschließt das Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland (CVMA) in Freiburg und Potsdam mittelalterliche Glasmalerei bis 1550. Die Ergebnisse werden in Form von Inventarbänden in topographischer Ordnung nach Bearbeitungsregionen gemäß den einheitlich festgelegten Richtlinien des Internationalen Corpus Vitrearum publiziert. In einem digitalen Bildarchiv stehen die Gesamt- und Detailaufnahmen der in den Corpusbänden bearbeiteten Glasmalereien zur Verfügung. Diese Open-Access-Bilddatenbank und ihre 7.960 Bilder und Datensätze sind jetzt in prometheus integriert.

Wonach wurde 2022 gesucht?

Mit einem Blick auf die Jahresliste 2022 der von Ihnen am häufigsten gesuchten Künstlerinnen und Künstler beginnen wir hier auch in diesem Jahr.
Paula Modersohn-Becker hat es in 2022 an die Spitze geschafft und damit Caspar David Friedrich abgelöst, der es bei Ihren Suchanfragen nicht unter die Top 20 geschafft hat. An 1 ist Paula Modersohn-Becker damit natürlich auch meistgesuchte Künstlerin.

Paula Modersohn-Becker. Blick aus dem Atelierfenster der Künstlerin in Paris, 1900, ÖlTempera, Pappe, 48,7 × 37 cm, Bremen; ArteMIS, Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Institut.

Hier sind Ihre Top 20 in 2022:

1. Paula Modersohn-Becker
2. Salvador Dali
3. Gustave Courbet
4. Albrecht Dürer
5. Claes Oldenburg
6. Marcel Duchamp
7. Man Ray
8. August Sander
9. Max Beckmann
10. Wolfgang Tillmanns
11. Jan van Eyck
12. Edvard Munch
13. Roy Lichtenstein
14. Franz Marc
15. Hieronymus Bosch
16. Berthe Morisot
17. Nan Goldin
18. Paul Gauguin
19. George Grosz
20. Giovanni Bellini

Für Monopol erstellt Google seit 2013 eine Liste mit den meistgesuchten Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland. 2022 weckten diese zehn lebenden Künstler und Künstlerinnen auf der Plattform das größte Interesse:

1. Banksy
2. Gerhard Richter
3. Yoko Ono
4. Kaws
5. Marina Abramovic
6. David Hockney
7. Jeff Koons
8. Cindy Sherman
9. Damien Hirst
10. Wolfgang Tillmanns

Da haben wir dann auch eine Übereinstimmung. Ihre Top 10 ist auch in dieser Liste die Top 10: Wolfgang Tillmanns.

Rückblick auf einige Themen in 2022

Wir wollen heute kurz zurückblicken auf das Jahr 2022 im prometheus-Bildarchiv, auf ein Jahr, in das wir mit der Integration einer ersten Version der Bildähnlichkeitssuche gestartet sind.

Es folgten neue Filter für Ihre Suchergebnisse in der erweiterten Suche. Mit dem Datierungsfilter können Sie die Datensätze nach bestimmten Zeiträumen sortieren und mit „Nach Objekten filtern“ werden Ihnen in der Liste nur Objekte angezeigt.
Neue Bilddatenbanken konnten ebenfalls integriert werden, und zwar der HeidICON-Bilderpool „HeidICON – Kurpfälzisches Museum“, der Bestand „Bestand Kölner Museen“ vom Rheinischen Bildarchiv Köln und die Museumsdatenbank „Sammlungen Online Albertina“.

In Abstimmung mit dem DigiROM-Projekt haben wir uns bei der Anzeige von diskriminierenden Begriffen auf erster Ebene für eine Ausblendung in Form von anklickbaren Sternchen sowie für die Anzeige eines Hinweises entschieden.
Bei den Übersetzungen von Fachtermini wurde das indexierte englische Wörterbuch ergänzt und wir nehmen gerne weitere Hinweise auf fehlende Begriffe auf und fügen Sie hinzu, um Ihnen die Suche zu erleichtern.

Bei der Detailansicht der Bilder im Bildarchiv erhalten Sie jetzt auch eine visuelle Vorstellung von den Maßen der Werke und Sie können an den Künstler*innen-Feldern die zugehörige Wikidata-ID hinzufügen, um danach direkt in prometheus danach zu suchen.

Außerhalb von prometheus, auf unserem YouTube-Kanal, haben wir Musikvideos in einer Playlist gelistet, und zwar Musikvideos rund um Kunst.
Auch im kommenden neuen Jahr werden wir neue Funktionen hinzufügen und weitere Bilddatenbanken integrieren können. Da steht schon einiges in den Startlöchern. :-)

Max Beckmann. Happy New Year 1917, 1917, 29, 8 × 37 cm, Cleveland; The Cleveland Museum of Art.

Daten ergänzen

Wikidata ist eine offene, freie, gemeinsame, mehrsprachige und sekundäre Datenbank zur Sammlung strukturierter Daten. Sie kann von den Nutzer*innen gemeinsam erstellt und gepflegt werden. Im März diesen Jahres haben wir in prometheus Wikidata-Suchlinks integriert. Zum einen geht es mit einem direkten Link aus dem Bildarchiv heraus zu den entsprechenden Normdaten in Wikidata, wenn diese Information in Beschreibungsfeldern der genannten Bilddatenbanken mit angegeben wurde. Zum anderen kann mit dem ersten Link direkt ein Suchprozess in prometheus nach der Wikidata-ID ausgelöst werden. Jetzt ist eine neue Funktion integriert. Die Künstler*innen-Felder können von Ihnen mit der zugehörigen Wikidata-ID angereichert werden.

Bei einem Klick auf den Stift erscheint ein Fenster mit einer Anweisung und einem zu beschriftenden Feld.

Gespeicherte Wikidata-IDs werden in den folgenden Suchergebnislisten mit angezeigt.
Ohne Login, nach dem Akzeptieren der Nutzungsbedingungen, können Sie diese Daten auch in einer der in prometheus eingebundenen Open-Access-Bilddatenbanken hinzufügen, beispielsweise in die der „Paris Musées“, am Bild „Fleurs“ von Félix Ziem.

Blumen im Advent 2022

In diesem Jahr verstecken sich hinter den Fenstern und Blumen des Adventskalenders #promvent22 täglich auf den Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram, Mastodon und Twitter Abbildungen aus dem Bildarchiv sowie verschiedene Blumeninformationen nicht nur aus dem Bildarchiv.

Weitere „mehr(oder minder) bibliothekarische Adventskalender“ hat Dörte Böhner auch in diesem Jahr wieder in einer Liste zusammengestellt.

Wir hoffen, es ist für alle etwas dabei.

Austauschformate wie LIDO

Auf unterschiedlichen Datenaufbereitungen beruhen die 116 Bilddatenbanken, die aktuell in prometheus eingebunden sind. Sie werden hier im verteilten digitalen Bildarchiv maschinell miteinander vernetzt und für die Suche über eine Oberfläche zusammengeführt. Austauschformate erleichtern das Harvesting das systematische Sammeln und Aufbereiten der Metadaten. Rund ein Fünftel der Bilddatenbanken setzt den aktuell international etablierten Standard LIDO für die Publikation ihrer Daten ein. Dieses XML-basierte Metadatenschema – LIDO: Lightweight Information Describing Objects – wurde von der Arbeitsgruppe CIDOC, dem International Committee for Documentation, entwickelt, um mit einem einheitlichen Ausgabeformat das Datensharing und Harvesting über alle Grenzen hinweg zu vereinheitlichen. Andere setzen das Vorgängerformat „musemsdat“ der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund ein und wieder andere HiDA (Hierarchischer Dokument-Administrator) MIDAS (Marburger Inventarisierungs-, Dokumentations- und Administrationssystem).

Zum Kennenlernen des international etablierten Austauschformats LIDO lädt NFDI4Culture in der nächsten Woche online zu einer Schulung ein. Am 22. und 23. November werden nach einer Einführung die verschiedenen Informationsbereiche, Informationsgruppen, Elemente und Attribute vorgestellt und anhand von Beispielen näher erläutert und diskutiert. Für eine Vertiefung des Wissens bietet die Metadaten eLecture von digiS, dem Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin, ein Kapitel zu „Austauschformat LIDO 1.1“, und arthistoricum.net auf dem Themenportal „LIDO für kulturelle Objekte“ Hinweise zu Handbüchern und XML-Beispieldatensätzen.

“Screenshot from LIDO (Lightweight Information Describing Objects) XML-Snippet”, © CC0, Creator: Barbara Fichtl, Owner: Barbara Fichtl

Erneuerung von SSL-Zertifikaten

Um für Sie sichere Sitzungen mit Browsern zu ermöglichen, müssen Organisationen SSL-Zertifikate auf ihren Webservern installieren. Dieses SSL-Zertifikat ist eine kleine Datendatei, die einen kryptografischen Schlüssel digital an die Details dieser Organisation bindet: Domain-, Server- oder Hostname und Organisationsname mit Standort werden so verschlüsselt, dass Unbefugte sie nicht lesen können. Sobald eine Verbindung hergestellt ist, wird das Sicherheitsschloss und das https-Protokoll aktiviert und damit ist der gesamte Webverkehr zwischen dem Webserver und dem Webbrowser sicher. Zur Sicherung der Datenübertragung über unsere Website nutzen wir Zertifikate von Let’s Encrypt und des DFN-Vereins, des Deutschen Forschungsnetzes, die regelmäßig über das Rechenzentrum der Universität zu Köln erneuert und von uns beantragt werden. Dies haben wir gerade abgeschlossen, die Zertifikate auf den Servern sind ausgetauscht und Ihre Daten bleiben bei der Übertragung geschützt.

Neu: Anzeige der Größe, der Maße

Um direkt am Bild in prometheus eine Vorstellung davon zu bekommen, wie groß oder wie klein die dargestellten Werke und Objekte sind, haben wir jetzt – wie im April angekündigt – eine Anzeige der Maße integriert. Bei allen Bildern, bei denen in den Metadaten im Feld „Maße“ die Höhe und Breite angegeben sind, ist die zusätzliche Visualisierung in der Detailansicht des Bildes sichtbar.

Picasso, Pablo. Rechteckige Schale, Stierkampfszene „Banderilleros“ [Gesamtansicht]

Wir sind begeistert. Wie gefällt es Ihnen?

Ihr bevorzugter Workflow?!

Wenn Sie bei prometheus einen persönlichen Zugang haben, können Sie Bildsammlungen erstellen, Bilder bewerten, kommentieren, Favoriten bestimmen, eigene Bilder in die eigene Bilddatenbank hochladen und Ihr Profil ergänzen sowie aktualisieren.
Und Sie legen in Ihrem Profil fest, wie Sie im Bildarchiv arbeiten wollen. Unter dem Punkt “Einstellungen” können Sie unter „Zugang“ beispielsweise Ihre bevorzugte Sprache und Startseite wählen. Unter „Suche“ können Sie die Anzeige der Suchergebnisse festlegen, wie die Anzahl der Bilder pro Ergebnisseite oder die Sortierung der Trefferliste, von Relevanz über Titel bis zur Anzahl der Bewertungen. Bei „Bildsammlungen“ können Sie unter anderem einstellen, welche Ansicht Ihnen lieber ist: Galerie- oder Listenansicht, und unter „Uploads“ beispielsweise die Sortierrichtung: ab- oder aufsteigend.

Eine ausführliche Erklärung der persönlichen Einstellungen finden Sie auf unseren Hilfeseiten.
In den nächsten Wochen wollen wir diese persönlichen Einstellungsmöglichkeiten im Bereich „Suche“ ergänzen. Sie werden dort dann zum Beispiel auch Ihre bevorzugten Bilddatenbanken wählen können. Wenn Sie weitere Wünsche haben, was Sie gerne grundsätzlich festlegen würden, schreiben Sie es uns gerne.

Diskriminierende Begriffe im Bildarchiv

Zusammen mit dem Projekt DigiROM diskutieren wir seit Beginn der Projektlaufzeit, wie wir mit diskriminierenden Begriffen im Bildarchiv umgehen wollen. Wir haben uns andere Beispiele angesehen, zum Beispiel den Umgang der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden mit rassistischen Namen von Exponaten, wir haben unter anderem die kontroversen Diskussionen um diese Veränderungen verfolgt und wir haben uns bei der Anzeige auf erster Ebene für eine Ausblendung in Form von anklickbaren Sternchen sowie für die Anzeige eines Hinweises entschieden. Diese Form ist jetzt in prometheus integriert.

Wenn Sie in der Suchergebnisliste die drei orangefarbenen Sternchen anklicken, wird Ihnen folgender Text angezeigt:

„Da Datensätze mit historischen Werktiteln und Beschreibungen diskriminierende Begriffe enthalten können, haben wir uns entschieden, diese Begriffe in entsprechenden Fällen auszublenden. Für Ihre Forschung kann es aber notwendig sein, sich diese anzusehen, weshalb eine Einblendung als Option weiterhin möglich ist.“

Sie als Nutzer*innen können sich jetzt auf der zweiten Ebene für eine Anzeige in diesem einen Fall oder für eine Anzeige aller Begriffe während Ihrer gesamten Session entscheiden. In diesem ersten Schritt werden automatisch vier deutschsprachige diskriminierende Begriffe (I***, M***, N***, Z***) in Titeln, Beschreibungen und bei den Schlagwörtern ausgeblendet. Und wir diskutieren weiter, ob und wenn ja, welche weiteren Begriffe, auch in anderen Sprachen, ebenfalls ausgeblendet werden sollten und welche Hinweise zusätzlich einen sensiblen Umgang mit historischen Quellen unterstützen könnten. Diskutieren Sie gerne mit.