Zeitsuche im Test

Wir testen momentan ein von vielen Nutzer*innen gewünschtes, neues Feature in prometheus, und zwar eine Suche beziehungsweise Filterung der Suchergebnisse nach Zeiträumen. Die Bereitstellung der Zeitsuche ist durch die Heterogenität der Datierungen im Bildarchiv nicht trivial, denn die Datierungen müssen erst einmal in maschinenlesbare Zeiträume übersetzt werden. So wird “kurz vor Mitte des 19. Jahrhunderts” beispielsweise in “1845-1849” umgewandelt, damit die Suchmaschine damit arbeiten kann. Oder aber es handelt sich um Epochenbezeichnungen wie “hadrianisch-frühantoninisch” oder “Zeit Elisabeths I.”, die für die Maschine übersetzt werden müssen.
Für einen Test bei der Suche über mehrere Bilddatenbanken in prometheus suchen wir jetzt Interessierte, die uns im Anschluss ein kurzes Feedback geben. Bitte melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse newsletter[at]prometheus-bildarchiv.de und wir schicken Ihnen weitere Informationen mit dem Link zur Zeitsuche zu.

Zwei Neue

In dieser Woche wurden zwei neue Bilddatenbanken in prometheus integriert. Zum einen stehen jetzt die Skizzenbücher von Renier Roidkin (1720-1730) in der Forschungsdatenbank des LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland zur Recherche bereit. Renier Roidkin zeichnete im 18. Jahrhundert als Wandermaler vor allem im Rheinland, in Belgien und in der Nordeifel zahlreiche Burgen, Kirchen, Schlösser und Stadtansichten.
Und zum anderen ist die Virtuelle Diathek – Ägyptologie, eine Institutsdatenbank des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg dabei, mit Blicken in Ausstellungsräume sowie Fotografien von Mumien, Mumienhüllen und masken oder von Sport, Reise- und Begräbnisbooten als Opfergaben.

Zweite Förderphase von „DigiROM“

Im Januar geht es nach einer Pause von gut zwei Jahren weiter mit dem Projekt „DigiROM: Digitale Erschließung von Postkarten und Druckgrafik des Rom e.V.“. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird dann, nach der Erstellung eines Digitalisierungskonzepts zur Erschließung und Verknüpfung von verschiedenen Bildgattungen und visuellen Medien des Rom e.V. Köln in der ersten Förderphase, dieses Konzept umgesetzt. prometheus liefert die technische Expertise zur Erstellung eines geeigneten Datenmodells, stellt eine Datenbank bereit und integriert den Bilderpool nach Abschluss des Projekts ins Bildarchiv. Die Daten sollen mit Normdaten angereichert und im Austauschformat LIDO bereitgestellt werden.

Auf die Plätze, fertig. Los! #NFDI4Culture gestartet.

Ende Juni hatten wir ja schon über die Bewilligung des Konsortiums NFDI4Culture berichtet. Nun ist das Konsortium am 1. Oktober offiziell gestartet. Die richtige Zeit, um Ziele und Aufgaben der Task Area “Research Tools und Data Services”, an der die Universität zu Köln mit prometheus als Co-Applicant-Institution zusammen mit der Universität Paderborn beteiligt ist, vorzustellen. In diesem Bereich, TA3, werden wir die spezifischen Anforderungen des NFDI4Culture-Konsortiums in Bezug auf die Entwicklung, Konsolidierung und Zertifizierung nachhaltiger, interoperabler Forschungswerkzeuge und Datendienste auf der Grundlage der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, and Re-usable) in den Blick nehmen. Die definierten Ziele und Aufgaben zeigt diese Abbildung:

Ausführliche Erklärungen gab es Anfang September beim Workshop “NFDI4Culture Explained”, die Waltraud von Pippich in einem Blogbeitrag zusammengefasst hat. Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie über den Twitter-Account @nfdi4culture und wir werden Sie hier, auf den Social-Media-Plattformen und auf unserem Blog auf dem Laufenden halten.

Urheberrecht, Bildrecht, Lizenzen

Es ist etwas kompliziert, die Sache mit den Bildrechten oder auch die Sache mit der Publikation von digitalem kulturellem Erbe. Eine komprimierte Rechtsfibel stellt dazu aktuell das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS) zur Verfügung. Diese Handreichung von Paul Klimpel beginnt beim Urheberrecht, der Gemeinfreiheit und der Übertragung von Nutzungsrechten, nennt konkrete Fälle und gesetzliche Erlaubnisse (Schranken) wie etwa das Zitatrecht und bietet im Anhang ein ausführliches Glossar von A wie Aggregatoren über F wie Freie Lizenzen bis Z wie Zweckübertragungslehre.
In prometheus bieten wir Ihnen jeweils direkt am Bild (s. linke Iconleiste) einen Link (s. Icon §) zum Bildrecht des gewählten Bildes: „Urheberrechts- und Publikationsinformationen für Bilder“. Meist erhalten Sie dort die folgende Information: „Die Publikationsgenehmigung für dieses Bild kann nicht direkt über prometheus eingeholt werden. Bitte folgen Sie den untenstehenden Anweisungen, um die Publikationsrechte zu klären.“
Diese Informationen betreffen die Bildrechte am Werk (1.a.) und am Foto (1.b.), den Bildnachweis (2.) und die Datenbank (3.).

Bei einigen Bildern haben Sie die Möglichkeit, die Publikationsgenehmigung über eine direkte Verlinkung einzuholen, und zwar wenn Sie ein Sternchen an diesem Icon sehen (s. Icon §*), beispielsweise bei Abbildungen der Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin. Dort können Sie Angaben zu Ihrer Publikation machen, die dann direkt an den jeweiligen Bildgeber und Rechteinhaber verschickt werden.

Mehrere der eingebundenen Datenbanken beziehungsweise deren Abbildungen haben häufig in den Metadaten unter „Bildrecht“ einen Hinweis auf die Lizenz (z.B. Public Domain) und teilweise auch den direkten Link zu den Erläuterungen der jeweiligen (CC-)Lizenz, etwa die Rijksmuseum Collection, Amsterdam oder die Bilddatenbanken des Statens Museum for Kunst (SMK) und des Metropolitan Museum of Art.

„Meggendorfer Blätter“

Insgesamt 57 Ausgaben sind zwischen 1888 und 1944 von der Zeitschrift „Meggendorfer Blätter“ erschienen. Der Name geht zurück auf den Herausgeber der Zeitschrift Lothar Meggendorfer, der vor allem durch bewegliche Bilderbücher für Kinder als Illustrator und Maler bekannt geworden ist. Illustrationen zu Witzen, kurze Erzählungen und Gedichte, Karikaturen und Bildergeschichten erschließt die Universitätsbibliothek Heidelberg in ihrer Bilddatenbank heidICON Karikaturen und Illustrationen und seit neuestem sind die „Meggendorfer Blätter“ auch bei prometheus.

Newsletter und Beiträge im Archiv

Bereits versendete Newsletter können Sie auch bei uns im Newsletter-Archiv nachlesen. Darüber hinaus finden Sie die Beiträge der Rubrik „…aus dem Bildarchiv“ in unserem Blog.
„Suchen und Unerwartetes finden“ beispielsweise „Gemeinfrei, Public Domain, CC-Lizenzen“ und „Filter für die Metadaten“ sowie „Verwandtschaft unter den Bildern“.

Verknüpfungen zu Normdaten

Basierend auf unterschiedlichen Datenaufbereitungen finden Sie in einigen der momentan 104 in prometheus integrierten Bilddatenbanken über die Basisinformationen hinaus weitere Informationen am Bild, beispielsweise in zusätzlichen Beschreibungsfeldern Verlinkungen zu Normdaten wie GND, Wikidata, Getty TGN oder GeoNames.
Die Gemeinsame Normdatei (GND) an der Deutschen Nationalbibliothek ist eine Normdatei für Personen, Körperschaften, Konferenzen, Geografika, Sachschlagwörter und Werktitel. Sie steht für das Prinzip offener und vernetzter Daten im Internet und konzentriert sich auf Normdaten zu kulturellen und wissenschaftlichen Sammlungen, Objekten und Akteuren. Viele Abbildungen der Heidelberger Datenbanken sind in verschiedenen Beschreibungsfeldern diesen Normdaten zugeordnet.
Wikidata ist ebenfalls eine Normdaten-Ressource. Sie ist offen und kann von den Nutzer*innen gemeinsam erstellt und gepflegt werden. Die Datensätze der Historischen Glasdiasammlung, eingebunden unter der Lizenz Public Domain Mark 1.0, haben jeweils einen direkten Link zu den entsprechenden Normdaten in Wikidata, wo – falls bekannt und gewünscht – zusätzliche Daten, auch mehrsprachig, ergänzt werden können. Auch von der Bilddatenbank ConedaKOR Frankfurt geht es zu Wikidata.
Getty TGN, der Getty Thesaurus of Geographic Names Online, herausgegeben vom Getty Research Institute und entwickelt für die Anwendung in der Museumsdokumentation, beinhaltet circa 1.106.000 Datensätze, die 91.200 Orte beschreiben. Er enthält zusätzliche Informationen zu den erfassten Orten wie Geokoordinaten oder eine Kategorisierung nach Ortstyp und unterscheidet zwischen geophysischen und geopolitischen Datensätzen. Von den Datensätzen des Bonner Maya Image Archive gelangen Sie jeweils direkt zu den Angaben über Standort und Fundort.
Darüber hinaus ist im Maya Image Archive GeoNames, eine Datenbank mit über 11 Millionen geographischen Namen, eingebunden und in prometheus verlinkt.

Updates der Datenbanken

Kontinuierlich wächst die Anzahl der Bilder und Datensätze in prometheus. Entweder weil wir eine neue Bilddatenbank integrieren können oder – und das kommt viel häufiger vor – weil wir Updates der Datenbanken unserer Bildgeber durchführen. Dabei werden neu hinzugekommene Datensätze indexiert oder es werden Änderungen an bestehenden Datensätzen in den Index übernommen, so dass die Suchmaschine in prometheus die korrekten und aktuellen Daten enthält. Bei einer Update-Aktion werden nicht alle Datenbanken aktualisiert, sondern nur diejenigen, die regelmäßige Anpassungen Ihrer Daten vornehmen. Aktualisiert wurde dieses Mal beispielsweise auch „The Daumier Register“ aus Ascona. Es sind Gemälde und Zeichnungen hinzugekommen. Insgesamt sind es von dort jetzt 10.638 Abbildungen.

Unser herzlicher Dank an alle Teams hinter den integrierten Bilddatenbanken!

Jetzt mit Kladderadatsch

2003 wurden die Jahrgänge 1848 bis 1944 der Berliner Satirezeitschrift „Kladderadatsch“ an der Universitätsbibliothek Heidelberg digitalisiert. Seit dieser Woche ist auch diese Heidelberger Bilddatenbank in prometheus integriert und steht mit ersten Datensätzen hochaufgelöst für Ihre Recherchen bereit.