Bildserie 26 / 2026: Schamanismus
Wanderungen zwischen den Welten
Zu allen Zeiten, in vielen Kulturen suchen Menschen nach Welterklärungen und unternehmen Versuche, Einfluss auf ihr von höheren Mächten bestimmtes Schicksal zu nehmen. Schamanen und Schamaninnen versetzen sich dafür in Trance und reisen als Vermittler*innen zwischen Menschen und Geistern, geführt und beschützt von Hilfsgeistern, in die Anderswelt, um ihrer Gemeinschaft zu helfen.
Einen einzigartigen Zugang zu diesen verschlossenen Welten ermöglicht der 9.000 Jahre alte, 1934 entdeckte Fund der Schamanin von Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt in der Ausstellung, in der darüber hinaus neue Erkenntnisse über die Geschichte des Grabes und der 30- bis 40-jährigen Beigesetzten öffentlich gemacht werden.
„Die Schamanin“
27. März bis 1. November 2026, Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (Saale)
Detailansicht des Pfeils aus Motala, 5750-5550 v. Chr.; Upload-Datenbank, prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre
Grabfund, Dürrenberg: „Grab", Ausschnitt, 8,5 × 10 cm; HeidICON – Nachlass Ernst Wahle, Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg, Universitätsbibliothek
Mehmed Siyah Qalem. Tanzende Schamanen, 14.-15. Jh., 24,8 × 18,5 cm, Istanbul; Imago, Humboldt-Universität Berlin, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Johan Adrian Jacobsen. Bootsmaske eines Schamanen (Yup’ik-Eskimo), Ausschnitt, Höhe: 91 cm, Berlin; bpk – Bildportal der Kunstmuseen, Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Schamanenmaske, Ausschnitt, 19. Jh., Holz, Elchleder, bemalt, 21 × 16 cm, Sankt Petersburg; ConedaKOR Frankfurt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunstgeschichtliches Institut
George Catlin. Medicine Man, Performing His Mysteries over a Dying Man, Ausschnitt, 1832, oil on canvas, 73,7 × 60,9 cm; Smithsonian American Art Museum, Smithsonian Institution







